Ein Kompass für das Jahr 2030

Leitplanken für die europäische Wirtschaft jenseits von BIP unter der Anwendung von Doughnut Economics

Während die Welt mit den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie und der Klimakrise konfrontiert ist, liegt der politische Schwerpunkt in Europa auf der Notwendigkeit, eine widerstandsfähige Wirtschaft aufzubauen und sich auf die Sicherung der Gesundheit der Bürger zu konzentrieren. Die Entscheidungsträger in Europa legen Pläne vor, um diese Probleme anzugehen, wie den 8. Environmental Action Plan, die Resilienz-Indiatoren und den Europäischen Green Deal, während sie auch die Rolle älterer politischer Prozesse wie das EU-Semester oder die SDGs in Betracht ziehen. 

Da jeder der vielen laufenden Prozesse über eigene Indikatoren und entsprechende Ziele verfügt, um die Fortschritte bei der Erreichung dieser Indikatoren zu messen, stehen die politischen Entscheidungsträger vor der Herausforderung, sicherzustellen, dass die Ziele nicht im Konflikt miteinander stehen. Gleichzeitig müssen die politischen Entscheidungsträger in der Lage sein, der Öffentlichkeit die Fortschritte der EU zu vermitteln. 

Gegenwärtig verfügt jedoch jeder politische Prozess der EU über ein eigenes Indikatorenset, oder es ist eines geplant. Diese Vielzahl von Indikatorenseten erschwert es den Entscheidungsträgern, die wichtigsten sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklungen in der EU zu erfassen, der Öffentlichkeit soziale, ökologische und wirtschaftliche Fortschritte in einer Weise zu vermitteln, die den künftigen Herausforderungen gerecht wird, und Spannungen zwischen verschiedenen Politikbereichen in Einklang zu bringen. 

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, schlagen wir ein übergreifendes Indikatorensystem mit Zielen für 2030 vor, das die Prioritäten der verschiedenen EU-Politikprozesse umfasst und Indikatoren und Ziele aus diesen verwendet. Dieses Indikatorenset sollte: 

  • Die Fortschritte der EU auf dem Weg zu einer regenerativen Wirtschaft verfolgen, insbesondere in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit, Wohlbefinden und Resilienz.  
  • Eine leicht zugängliche und ressortübergreifende Zusammenfassung von Indikatoren bestehender Indikatorenseten bieten, einschließlich der Resilienz-Dashboards, des 8. EAP-Indikatoren Sets, des Social Scoreboards, der SDGs und des kommenden Dashboards zum Europäischen Green Deal (EGD). 
  • Beitrag zur Verankerung einer über das BIP hinausgehenden Agenda in den verschiedenen Generaldirektionen der Kommission und der Mitgliedstaaten. 
  • Eine klare visuelle Darstellung der EU-Prioritäten, die es Entscheidungsträgern und Bürgern ermöglicht, die wichtigen Trends in der EU schnell zu erfassen und den Lesern zu helfen, wichtige Zusammenhänge zwischen politischen Zielen, die ausbalanciert werden müssen, und Lücken bei der Zielerreichung zu erkennen.

In diesem Bericht wird eine Reihe von 30 Indikatoren und entsprechenden Ziele vorgestellt, die für dieses übergreifende Indikatorenset jenseits des BIP verwendet werden können und die alle aus bestehenden EU-Datenquellen stammen. Der Bericht beschreibt auch die Methodik, die wir bei der Festlegung der Indikatoren und Zielen angewandt haben, sowie die Begründungen für die Auswahl der einzelnen Indikatoren. Abschließend bieten wir auf Grundlage unserer eingehenden Analyse bestehender Dashboards und der ausgewählten Indikatoreneiner Reihe von sechs konkreten Empfehlungen für die EU-Kommission, die EU-Mitgliedstaaten und das EU-Parlament. 

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Siehe Inventory of EU indicators für eine Zusammenstellung von über 450 EU-Indikatoren, die bei der Entwicklung dieses Vorschlags verwendet wurden. 

Siehe auch Presentation at EESC hearing, 3 November 2021. 

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Siehe Inventory of EU indicators für eine Zusammenstellung von über 450 EU-Indikatoren, die bei der Entwicklung dieses Vorschlags verwendet wurdenSiehe auch Presentation at EESC hearing, 3 November 2021

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