Wachstums­zwänge: Ressourcen­verbrauch und Akkumulation als Verzerrungen

Gibt es „Wachstumszwänge“? Wir definieren den Begriff relativ eng, strukturieren die diskutierten Mechanismen in sechs Gruppen und analysieren sie. Technischer Fortschritt erweist sich mit seiner Kostendynamik und „technologischer Arbeitslosigkeit“ als Hauptursache für das „grow or die“ des Kapitalismus sowie für staatliche Wachstumspolitik. „Bestehen im Wettbewerb“ bedeutet heute im Wesentlichen, teure menschliche Arbeit durch preiswerten Ressourcenverbrauch zu ersetzen. Akkumulation (Reichtum und große Unternehmen) als unwiderstehlicher Anreiz führt „fast zwangsläufig“ zu vergleichbaren gesellschaftlichen Defekten. Damit begründen wir zwei Politikmaßnahmen, nämlich die direkte gesellschaftliche Deckelung von Ressourcenverbrauch und von Vermögen. Diese Maßnahmen sind voll kompatibel mit den normativen Grundlagen und praktischen Erfordernissen von Marktwirtschaft.

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01.01.2017

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Buchteil

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ISBN 978-3-86581-823-2

Veröffentlicht in

Adler/Schachtschneider (2017): Postwachstumspolitiken. Wege zur wachstumsunabhängigen Gesellschaft