SWINS
Das Projekt SWINS untersucht, wie Investitionen in Sozialleistungen – etwa in die Bildung, die Gesundheitsversorgung oder die Sozialfürsorge – das gesellschaftliche Wohlbefinden langfristig verbessern und zur sozialen Aufwärtskonvergenz der EU beitragen können.
Sozialleistungen gelten als zentraler Pfeiler für das Wohlbefinden einer Gesellschaft. Dennoch mangelt es der EU an wissenschaftlich bestätigten Methoden, um zu entscheiden, wie Investitionen in Sozialleistungen so effektiv und nachhaltig wie möglich eingesetzt werden können.
Diese Lücke will das Horizon Europe Projekt SWINS (Sustainable Well-being through Investment in Social Services) schließen und politischen Entscheidungsträger:innen nützliche Leitlinien an die Hand geben. Das Projekt erarbeitet Methoden, um den langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Return on Investment in Sozialleistungen zu messen. Und zwar über den Lebensverlauf und verschiedene Bereiche hinweg: Zum Beispiel in die Bildung (frühkindliche Bildung, höhere Bildung, lebenslanges Lernen), die Gesundheitsversorgung (mentale Gesundheit, gesundes Altern) oder eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Dies ist zentral für eine kohärente und umsetzbare Sozialpolitik der EU – was angesichts fiskalischer Einschränkungen und globaler Veränderungen immer wichtiger wird.
Übergreifend arbeitet SWINS auf ein neues Social-Investment-Paradigma hin: eines, das sich nicht ausschließlich auf wirtschaftliches Wachstum fokussiert, sondern auf grundlegenden Menschenrechten, menschlicher Weiterentwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit basiert. Ein solches Paradigma soll die Resilienz der EU und das Wohlergehen ihrer Gesellschaft nachhaltig fördern.
Die Hauptziele des Projekts:
- Einfluss messen: SWINS entwickelt Methoden, um den Einfluss von Investitionen in Sozialleistungen auf das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen zu messen. Sowohl auf der Makroebene (übergreifend auf die Gesellschaft bezogen) als auch auf der Mikroebene (betrifft die soziale und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Individuen).
- Forschung in die Praxis übertragen: Das Projekt untersucht, wie sich Forschungsergebnisse auf institutioneller, rechtlicher und politischer Ebene integrieren lassen. Es berücksichtigt auch, welche Methoden zum ökonomischen Governance-System der EU passen und politisch umsetzbar sind.
- Entscheidungsprozesse verbessern: Auf Basis der Untersuchungen und Erkenntnisse entwickelt SWINS eine Toolbox, um politische Entscheidungsträger:innen bei Beschlüssen rund um soziale Investitionen zu unterstützen. Sie soll aufzeigen, welche Investitionen auf lange Sicht am wirksamsten und nachhaltigsten sind.
SWINS besteht aus einem multidisziplinären internationalen Konsortium, das von der PIN Foundation – Università di Firenze koordiniert wird und Universitat Autònoma de Barcelona koordiniert wird. Das ZOE Institut für zukunftsfähige Ökonomien gehört zu den Partnerorganisationen, nebst National University of Ireland Maynooth, Oslo Metropolitan University, Social Platform, Tarki Social Research Institute, University of Antwerp, University of Belgrade und Università Cattolica Del Sacro Cuore UCSC.








